bau(m)-
kunst

"Wenn die Bäume gehen, wohin gehen dann wir?"
H.D. Gölzenleuchter

ARTWALK

Begegnen Sie den Kunstwerken von H.D. Gölzenleuchter auf einem einzigartigen ARTWALK durch ganz Bochum.
Einmal quer durch Bochum,von Linden über Weitmar, Wiemelhausen bis Gerthe West engagieren sich Bürgerinitiativen gegen Bebauungspläne wider die Natur.
„Bäume können nicht fliehen.“
Der ARTWALK verbindet kulturelle Leidenschaft mit der Liebe zur Natur und gibt Bäumen eine Stimme.
Vielerorts stehen Werke (Holzschnitte) von H.D. Gölzenleuchter „Pate“ und werden schützend um die von einem Bauvorhaben betroffenen Bäume gelegt.

Harte Fakten

Baumarten
Weltweit sind bislang über 60.000 Baumarten bekannt. In Deutschland trifft man am häufigsten die Fichte an. Der häufigste Laubbaum ist die Buche. Etwa 300 Baumarten sind vom Aussterben bedroht. Mit einem Alter von bis zu 1.200 Jahren gehören Eichen, Eiben oder Linden zu den ältesten Bäumen Deutschlands.

Ökobilanz
Eine 80 Jahre alte Rotbuche ist ca. 25 Meter hoch und trägt etwa 800.000 Blätter. Sie verbraucht stündlich 2,3 kg Kohlenstoffdioxid, knapp 1 l Wasser und 25.000 Kilojoule Energie. Dabei stellt sie 1,6 kg Traubenzucker her und deckt mit 1,7 kg den Bedarf von zehn Menschen an Sauerstoff. Ihr Holz wiegt 12 t und besteht zur Hälfte aus Kohlenstoff.

Bäume - natürliche Klimaanlagen
In dem schattenspendenden Bereich seines Blätterdaches kann es bis zu 15°C kühler als in der Umgebungsluft sein. Dieses liegt auch an der Transpiration - der Verdunstung von Feuchtigkeit, ähnlich dem Prinzip einer Klimaanlage.

Quelle: greenleaf.de

Bochum fällt und baut

In Altenbochum musste schon alter Baumbestand dem Ostpark weichen und es soll weitergehen:
fast 200 Bäume wurden für das neue Schulzentrum in Bochum-Gerthe gefällt, das geplante Bauprojekt „Gerthe West“ würde bei Umsetzung nach der ersten "Vision" zu einem Verlust von mehr als 400 schützenswerten Bäumen führen.
Bochum plant, für die nächsten Jahre fast 10.000 neue Wohneinheiten zu bauen, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Fast alle Bauvorhaben (Hattinger Straße / Hinter der Kiste in Linden, Charlottenstrasse in Stiepel, Schloßstraße in Weitmar, Gerthe West in Hiltrop) können nicht ohne Baumfällaktionen umgesetzt werden.
Aber: „Wenn die Bäume gehen, wohin gehen dann wir?“ (H.D. Gölzenleuchter) 

Es muss doch auch anders gehen: 

Moderates Bauen im Einklang mit der Natur muss das Ziel sein. Landschaftsschutzgebiete dürften nicht verplant werden, Bäume auf der Naturdenkmalliste (so z. B. die drei Eichen an der Charlottenstrasse) dürfen gar nicht erst in die nähere Betrachtung eines Bauvorhabens kommen.

Um diese Forderungen zu verdeutlichen, haben sich die Bürgerinitiativen Gerthe West – so nicht! und Hinter der Kiste sowie die Initiativen Schlosspark und Charlottenstrasse mit dem Bochumer Künstler H.D. Gölzenleuchter zusammengeschlossen.

Gemeinsam werden sie in den nächsten Wochen mit der Aktion „Bau(M)-Kunst“ die Öffentlichkeit auf betroffene, besonders schützenswerte Bäume und Baumbestände aufmerksam machen - natürlich unter Einhaltung der Schutzbestimmungen.
Die Motive werden schützend um die Bäume gelegt. 

Die Arbeiten von H.D. Gölzenleuchter

haben alle Mensch und Natur zum Thema - und das im doppelten Sinne.

Er arbeitet als bildender Künstler seit den 60er Jahren mit Holz, schneidet Motive in gebrauchtes Holz, walzt es mit Farbe ein und druckt es als Holzschnitt auf Papier oder Leinwand. Sein Holz: ausgediente Türen, Tischplatten, Vierkantbalken oder alte Eichenbohlen.
Wald und Baum prägen seit jeher Bewusstsein und Denken der Menschen verschiedenster Kulturen.

H.D. Gölzenleuchter hat aus dem Zyklus Mensch und Baum Motive zur Verfügung gestellt, die überaus eindringlich diese Verbundenheit zeigen. Jede Bürgerinitiative konnte sich ihre Motive wählen.

Die Aktion beginnt am 8. Mai 2021.

  

Helfen Sie uns bei der Rettung der Natur

Bäume können auch nicht einfach davon laufen und sie können schon gar nicht ihren Standpunkt gegenüber Politikern und Bauherren selber vertreten. Möchtest Du / Möchten Sie den Bäumen dieser Stadt eine Stimme verleihen, sende bitte / senden Sie bitte eine Nachricht an den
Oberbürgermeister der Stadt Bochum.

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